Werke

Schreib einfach, was du erlebt hast … ich schrieb es auf.

Warum schreibst du über dich, fragte man. Ich begann zu schwindeln.

Warum erfindest du nicht was? Ich ging auf die Straße und beobachtete Leute.

Das sieht konstruiert aus, sagte man. Ich beschrieb einen Mann auf einer Parkbank, der mit sich selbst redet.

Du hast keinen Stil, sagte man. Ich dachte nach.

Du solltest kürzere Sätze schreiben, Subjekt Prädikat Objekt. Ich verwandelte alle Kommata in Punkte.

Man empfahl mir, es auf eigene Faust zu versuchen. Seitdem sehe ich meine Texte auf diversen Filesharing-Servern.

Man empfahl mir zu unterscheiden zwischen Anagramm, Aphorismus und Essay. Ich wollte noch hinzufügen: Krimi, Thriller und Lovestory. Da sah ich mich … ein Tagebuch eröffnen. (Ich fand auch diverses Spielzeug – den Anagramm-Generator z.B.)

Zum Schreiben ist schon viel geschrieben. Das Werk an sich gleicht einer Selbstunterhaltung des Autors mit seinen Leuten. Diese brennen ihm durch oder gehen ihm gehörig auf den Leim. Sie gehen ihm auf den Geist, und sitzen dafür verschüchtert in der Ecke rum. Sie hören nicht zu. Kann ich bestätigen.

Der Aphorismus vom Buch ohne Handlung.

 

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